12.06.2026
Scharfe Kritik am kfb-Positionspapier zu § 218 StGB
Bischof Heinz Josef Algermissen und die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. haben das am 08.06.26 veröffentlichte Positionspapier der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) in einer gemeisamen Pressemitteilung vom 11.06.26 scharf kritisiert.
„Das Positionspapier der kfd mag Vieles, ja, sogar gut gemeint sein. Nur katholisch ist es nicht. Dass ein katholischer Verband allen Ernstes die Forderung erhebt, dass vorgeburtliche Kindstötungen ,auch in katholischen Krankenhäusern möglich sein müssen‘ (vgl. Seite 8, Zeile 247f), ist völlig inakzeptabel und geradezu unerträglich. Gleiches gilt für die Forderung der Kostenübernahme von Abtreibungen durch die Krankenkassen (vgl. Seite 8, Zeile 252f)", so Algermissen.
Die ALfA-Bundesvorsitzende, Cornelia Kaminski, erklärte, das von der kfd vorgelegte Positionspapier „zeugt an zahlreichen Stellen von einer derart krassen Uninformiertheit, dass man nur zu gerne wüsste, wer zu seinen Verfassern zählt." So firmiere die 2015 aus der Rezeptpflicht entlassene ,Pille danach‘ (vgl. Seite 5, Zeile 158f) keineswegs unter den klassischen Kontrazeptiva. "Rechtzeitig vor dem Eisprung eingenommen, kann sie diesen und damit eine Befruchtung verhindern. In allen übrigen Fällen entfaltet die ,Pille danach‘ jedoch eine frühabtreibende Wirkung", so Kaminski.
Mehr dazu in der ausführlichen Pressemitteilung und einem Kommentar in der katholischen "Tagespost" vom 12.06.26.
Weitere Informationen:
Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch – Kaminski: Papier zeugt von krasser Uninformiertheit
ALfA-Pressemitteilung 11.06.26
Bischof Algermissen: kfd-Papier „geradezu unerträglich“
Die Tagespost 11.06.26
Wie Blinde von der Farbe
Kommentar um „5 vor 12“
Die Tagespost 12.06.26
Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) veröffentlicht Positionspapier zu § 218 StGB
CDL-Meldung vom 09.06.26





