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28.05.2026

USA: Rechtsstreit um Postversand der Abtreibungspille

In den USA ist schwelt ein Rechtsstreit über die Zulässigkeit des Postversandes der Abtreibungspille ohne vorherigen Arztbesuch. Der Fall, über den die "Tagespost" in mehreren Beiträgen berichtete, hat für die USA bundesweite Bedeutung und gilt als der bedeutendste seit der Aufhebung des Grundsatzurteils „Roe v. Wade“ durch den Supreme Court Mitte 2022.   

Hintergrund ist die Klage des US-Bundesstaats Louisiana, der im Oktober 2025 gerichtlich geltend gemacht hatte, dass der Versand der Abtreibungspille per Post ohne vorherigen verpflichtenden Arztbesuch seine Gesetzgebung untergrabe.

Zunächst hatte Anfang Mai 2026 ein US-Berufungsgericht den Versand von Mifepriston gestoppt. Kurz darauf hat der Oberste Gerichtshof der USA das Urteil des Berufungsgerichts auf Antrag der Hersteller vorübergehend ausgesetzt.

Später wurde die Frist für die Aussetzung vom US-Supreme Court bis zum Abschluss des Hauptverfahrens verlängert. Mit der Verfügung folgten die Höchstrichter mehrheitlich den Eilanträgen zweier Hersteller, berichtete die Tagespost am 15.05.26.   

Weitere Informationen:

US-Berufungsgericht stoppt Versand von Mifepriston
Die Tagespost 02.05.26

US-Supreme Court erlaubt vorübergehend Versand der Abtreibungspille
Die Tagespost 06.05.26

US Supreme Court vertagt Entscheidung
Die Tagespost 12.05.26

Tödliches Präparat weiter per Post erhältlich
Die Tagespost 15.05.26